Ortsteile

Vielfalt in Einheit: Bienenbüttel und seine Ortsteile

Als Einheitsgemeinde besteht Bienenbüttel aus insgesamt 15 Ortsteilen.

Jeder Ortsteil hat dabei als Einzelort auch seine eigene Geschichte. Einzelne Orte sind sogar älter als Bienenbüttel.

Im Laufe der Entwicklung wurde Bienenbüttel mehr und mehr zum zentralen Mittelpunkt der Gemeinde.  Schon im 19. Jahrhundert wurden Gemeinden im heutigen Bereich Bienenbüttel einander zugeordnet, das heißt, kleinere wurden größeren angegliedert.

Aber der Reihe nach:

6.Mai 1884

Gründung der Landkreise
Dabei kam Grünewald zu Beverbeck, Bardenhagen zu Eitzen I und Wichmannsdorf zu Bornsen. Solchstorf blieb ein eigenständiger Gutsbezirk.

 

1885

Gründung des Landkreises Uelzen
Mit 217 Gemeinden und 15 Gutsbezirken war der Landkreis einer der Größten in der Provinz Hannover. Dabei gab es für die Gemeinden noch keine Gemeinderäte, stattdessen wurden Ortsvorsteher eingesetzt. Die Belange der Gemeinde wurden von der Versammlung aller wahlberechtigten Bürger (unbescholtene Männer mit Grundbesitz in der Gemeinde), beraten.

 

1966

Zusammenschluss zur Samtgemeinde Bienenbüttel
Die Gemeinden Bargdorf, Beverbeck, Edendorf, Eitzen I, Hohnstorf und Wichmannsburg schließen sich mit Bienenbüttel zusammen. 1967 kam Steddorf dazu.

 

1972

Gebietsreform
Nach einer sehr langen politischen Diskussion wurden die bisher selbständigen Gemeinden in Ortsteile umgewandelt. Damit gab es in den Ortsteilen keine eigenen Bürgermeister bzw. Gemeinderäte mehr. Alle Ortsteile der Gemeinde haben nun zusammen einen Gemeinderat. Allerdings – und so ist es bis heute, hat jeder Ortsteil einen ehrenamtlichen Ortsvorsteher.

 

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Ortsteile

Bargdorf

Dieser Ortsteil liegt südwestlich von Bienenbüttel westlich der Bundesstrasse 4 und ist durch zwei Zufahrtsstraßen zu erreichen. Das kleine Haufendorf liegt in einer Niederung zwischen Klaepenberg und Butterberg östlich des Mühlenbaches.

Die Gesamtfläche von 635 ha wird von vier landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben bewirtschaftet. Zwei dieser Landwirte betreiben Milchwirtschaft.

Zu Bargdorf gehören zwei große, südwestlich bzw. südöstlich gelegene Wochenendhausgebiete.

Die ältesten Fachwerkhäuser Bargdorfs stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit gut erhaltenen Spruchbalken über den Eingangstoren. Ältestes Zeugnis „vor Ort“ ist ein kleiner Balken im Fachwerkhaus "Zu den Querwiesen 5" mit der Inschrift: Diderich Meyer Anno 1697

1991 feierte Bargdorf 700 Jahre erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Aus diesem Anlass erschien eine kleine Schrift „Spurensuche“. Ein großer Findling in Dorfmitte mit der Inschrift Berchdorpe 1291 – 1991 Bargdorf erinnert daran.

Doch inzwischen wurde eine Urkunde entdeckt, aus der hervorgeht, dass Bargdorf bereits 1252, also 49 Jahre früher erstmals erwähnt wurde. Zu der weiteren Entwicklung des Ortes in den folgenden Jahrhunderten gibt es viele verschiedene Akten und Urkunden.
Seit Beginn gehört Bargdorf zum Kirchspiel Wichmannsburg.

1829 wurde die „Allmende“ – der gemeinsame Grundbesitz der Einwohner durch einen Vertrag (Recess) in Privateigentum überführt. 1856 wurden die grundherrschaftlichen Lasten durch Recess abgelöst. Die Bauern mussten den 25 - fachen Satz der jährlichen Abgaben an die Grundherrn – in Bargdorf das Kloster St. Michaelis Lüneburg (7 Höfe) und die Kirchengemeinden Wichmannsburg und Natendorf (je 1 Hof) - zahlen.

Verschiedene archäologische Funde – zwei inzwischen zerstörte Großsteingräber, steinzeitliche und bronzezeitliche Werkzeuge und frühmittelalterliche Scherben weisen darauf hin, dass im Bargdorfer Raum lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung Menschen gelebt haben.

Direkt jenseits der südlichen Gemarkungsgrenze liegt das bronzezeitliche Hügelgräberfeld von Addenstorf.
1905 gründeten die Bargdorfer ihre „Freiwillige Feuerwehr“. 1966 wird Bargdorf Teilgemeinde der Samtgemeinde Bienenbüttel, 1972 wird das Dorf ein Ortsteil der neu geschaffenen Einheitsgemeinde Bienenbüttel.

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1823 105
1848 121
1880 101
1932 96
1949/50 212/95
2004 288
2021 287

Beverbeck

Beverbeck mit Grünewald liegt ca. 5 km von Bienenbüttel in einer Grundmoränenlandschaft. Die unterschiedlichen Böden (Sand, Klei, Moor) sind ackerbaulich gut zu nutzen. Einige Flächen liegen in dem seit 1976 bestehenden Naturschutzgebiet „Schierbruch und Forellenbachtal“ (ca. 250 ha). Es erstreckt sich von der Quelle des Eitzer Baches in Badenhagen über Eitzen, Beverbeck und Grünhagen bis zur Mündung in die Ilmenau.

Eingebettet in einem Tal, am Rande einer Moorlandschaft, östlich der L 233 liegt heute Beverbeck. Bis zum 30-jährigen Krieg standen die Häuser weiter westlich in der Nähe der L 233 auf dem Radberg und wurden in Kriegszeiten mehrfach ausgeplündert. Im Jahre 1631 wurde der Ort schwer heimgesucht. Die Beverbecker zogen sich ins Moor zurück.

Obwohl Beverbeck auf den ersten Blick keineswegs den Eindruck macht, auf moorigem Untergrund in einer Senke zu liegen, so geben die alten Flurbezeichnungen Stein-Moor, Witt-Moor und Spreng-Moor deutliche Hinweise. Auch gibt es den Moorteich, der sich durch den Abbau von Torf bildete.

Beverbeck wird als dem Stift Corvey – später Kloster St. Michaelis Lüneburg – zugehörig 804 erstmals unter Beverbeci und Tellmeri erwähnt und ist somit eins der ältesten Dörfer.

Die Gesamtfläche von Beverbeck und Grünewald liegt bei 650 ha. Davon sind ca. 64 % landwirtschaftliche Nutzfläche und ca. 36 % Wald, Unland und Wasser. 1840 gab es in Beverbeck 3 Vollhöfner und 2 Halbhöfner.

Vor 1970 bewirtschafteten neun Betriebe die Fläche. Von den drei in Beverbeck und Grünewald verbliebenen Betrieben wirtschaften zwei konventionell, während der dritte ökologischen Landbau betreibt. Angebaut werden vorwiegend Getreide, Kartoffeln, Zuckerrüben und Raps.

Es gab in Beverbeck eine Grundschule, die auch von Eitzer Kindern besucht wurde, eine Post, eine Gärtnerei, ein Baugeschäft und ein Lebensmittelgeschäft.

Um die Jahrhundertwende kam in Beverbeck ein reges Vereinsleben auf. 1895 wurde ein Volksverein gegründet, der die christliche und patriotische Gesinnung unterstützte. Die Pflege mehrstimmigen Gesanges, Vaterlandsliebe und gemütlichen Beisammenseins wurden in § 1 der Satzung betont, die der im Januar 1899 gegründete Gesangverein sich gab. „Zukunft“ nannte sich der am 8. Juni 1908 gegründete Verschönerungsverein zur Förderung der Naturschönheiten, alter Sitten und Gebräuche. Am 28. März 1909 wurde ein Ziegenzuchtverein ins Leben gerufen. Zuchtziel war die „acclimatisierte Saamenziege“. Und am 25. April wurde die Ziegenversicherung gegründet.

1895 wurde die Feuerwehr gegründet. Der Sportplatz in Grünewald, der auch der Feuerwehr als Übungsplatz dient, sowie das neue Feuerwehrgerätehaus (erbaut 2001) wurden zum größten Teil in Eigenleistung erstellt. Eine weitere Möglichkeit zur Aufwertung des Ortsbildes besteht durch die zur Zeit laufende Dorferneuerung.

Weiter gibt es einen Dartverein, einen Sparklub, ein Kindertheater, aber auch einen Partyservice und einen Biobäcker. In der örtlichen Gastwirtschaft spielt sich nicht nur ein Teil des dörflichen Lebens ab, es werden auch Fremdenzimmer vermietet. Das ehemalige Schulgebäude wird jetzt als Kinderheim benutzt. Hier werden ca. 10 bis 15 Kinder pädagogisch betreut.

Ein echtes Beverbecker Kind ist die bekannte Heimatdichterin Mia Meyer (1894 – 1962). Beverbeck und Grünewald gehören zur Kirchengemeinde Bienenbüttel.

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1823 69
1848 117
1880 164
1932 160
1949/50 309/108
2004 177
2021 148

Bienenbüttel

Bienenbüttel ist auf der Uelzener Kreiskarte „ganz oben“ an der Grenze zum Landkreis Lüneburg zu finden und zwar dort, wo sich die Ilmenau und die Bahntrasse Hannover - Hamburg kreuzen. Am Ort vorbei führt die Bundesstraße 4 von Uelzen nach Lüneburg. Der Ort Bienenbüttel ist an der Ilmenau mit ihren zahlreichen Zuflüssen, wie Mühlenbach, Vierenbach und Krummbach entstanden. Der Wasserreichtum ließ Teichanlagen für die Fischzucht und den Betrieb von Mühlen zu. Das Ilmenautal geht allmählich in eine sanfte Moränenlandschaft über.

Bienenbüttel hat im Kern ein durchweg geschlossenes Ortsbild, das sich im wesentlichen um die Kirche und die Bahnhofstraße bis zum Bahnhof entwickelte. Den alten Ortskern teilt der Mühlenbach. Östlich des Mühlenbaches befinden sich die Michaeliskirche mit Pfarrhaus und Küsterei (heute Pastorenwohnsitz) sowie Vogtei und Schule.

Nach Westen entwickelte sich, insbesondere ausgelöst durch den Bahnbau, ein neuer Ortsteil mit Handwerk, Handel und Gewerbe. Zwischen Schule und Bahntrasse befindet sich die Mühlenanlage der Familie Wagener mit großräumigem Stauteich und Wehr. Die Mühle ist nicht mehr in Betrieb, sie wird wohnwirtschaftlich genutzt, teilweise auch im Bereich der touristischen Vermietung. Bis zum Jahre 1821 gehörte die Mühle zum umfangreichen Grundbesitz der Familie von Harling.

Neben dieser Mühle gab es noch eine weitere am Vierenbach, die erstmals 1562 urkundlich erwähnt wurde. Nach dem Erstbesitzer David Findorf erhielt sie den Namen Findorfsmühle. Sie wechselte mehrfach ihre Besitzer, bis im Jahre 1915 der Müllermeister Schaper sie erwarb. Sie ist noch heute im Familienbesitz. Der Mühlenbetrieb wurde vor ca. 30 Jahren eingestellt. Es wurde ein neues Wohnhaus errichtet und die alten Gebäude dienen als Stallungen für Vieh und Reitpferde.

Bedingt durch das starke Anwachsen der Bevölkerung nach 1945 entstanden zahlreiche Wohnsiedlungen, wie z. B. am Küsterberg, an der Hohnstorfer Straße, Wilhelmshöhe und in der Heinrichstraße. In späteren Jahren wurde diese Bautätigkeit in Form geschlossener Siedlungen wegen des starken Zuzugs und des großen Interesses Bauwilliger fortgeführt mit neuen Wohngebieten am Vierenbachsweg, Kräutergarten, Pastorenkoppel und Eitzer Kirchsteig sowie am Paschberg. Bienenbüttel war schon immer Mittelpunkt für die umliegenden Ortschaften, auch als diese noch selbständig waren. Ein umfangreiches Angebot im Bereich des Handels, der Dienstleistungen, der ärztlichen Versorgung sowie die seit 1847 bestehende Bahnstation mit den Verladeeinrichtungen für landwirtschaftliche Produkte trugen hierzu bei.

Auf dem ehemaligen Geschäftsgrundstück der Familie Rademacher wurde 2001 ein neues Verwaltungszentrum mit Rathaus, Bücherei und großzügigem Marktplatz errichtet. Die gesamte Anlage ist prägend für das Bienenbütteler Ortsbild.

Zahlreiche prähistorische Siedlungs- und Gräberfunde im Raum Bienenbüttel sowie die geografisch günstige Lage an der Ilmenau lassen auf eine frühe Besiedlung schließen. Es liegt nahe anzunehmen, dass die an dem Ilmenauübergang im Winkel zwischen Ilmenau und Mühlenbach errichtete Anlage der Ursprung Bienenbüttels war; Ausgrabungen aus dem Jahre 1966 deuten darauf hin. Teile des Billunger Erbes in der Umgebung Bienenbüttels fielen 1147 an Heinrich den Löwen. In der Folgezeit gehörten diese und andere Ortschaften zur Vogtei Bienenbüttel. Die Vogtei wurde 1795 aufgelöst und dem Amt Medingen eingegliedert. Der Vogteihof besteht heute noch. Es handelt sich um das wunderschöne Anwesen Gasthaus Moritz/Behrens, das teilweise in Fachwerk erbaut ist und im Giebel die Jahreszahl 1659 trägt.

Die Gesamtfläche Bienenbüttels beträgt rd. 400 ha, wovon ca. 150 ha landwirtschaftlich genutzt werden.

War der Ort in der Vergangenheit stark landwirtschaftlich geprägt, so hat sich hier ein rigoroser Wandel vollzogen. Nach dem Rezess von 1830 gab es in Bienenbüttel zwei Vollhöfe, vier Halbhöfe, fünf Viertelhöfe, fünf Anbauer, vier Abbauer, den Vogteihof sowie das Harling’sche Gut.

Im Jahre 1971 gab es am Ort nur noch acht landwirtschaftliche Betriebe, 1987 nur noch vier und heute besteht nur noch ein Vollerwerbsbetrieb.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden neue Märkte erschlossen, was dem Bau der Eisenbahn von Hannover nach Harburg zu verdanken war. In Uelzen wurde die Zuckerfabrik gegründet. Im landwirtschaftlichen Umfeld von Bienenbüttel erfolgte 1898 die Gründung der Spar- und Darlehnskasse (heute Volksbank), 1906 wurde die Molkereigenossenschaft ins Leben gerufen, 1914 entstand in der heutigen Schützenallee (RWG-Tankstelle) eine Kartoffelflockenfabrik, 1924 wurde die Zweigstelle der Kreissparkasse eröffnet und 1925 die Saatbau Bezugs- und Absatzgenossenschaft mit Erweiterungsbauten im Jahre 1937 sowie 1961 Bau des Siloturms.

1955 wurde unter Federführung des Landwirtschaftlichen Vereins eine Rübenverlade-Genossenschaft gegründet. 1966 schlossen sich die Landwirte des Nordkreises zu einem Maschinenring zusammen, 1967 wurde die Brennerei-Genossenschaft in Wichmannsburg in Betrieb genommen. Sämtliche Einrichtungen stehen in direktem Bezug zur Landwirtschaft. Die größte Zahl dieser Einrichtungen und Betriebe gibt es heute nicht mehr.

Zwischen der Bahnlinie und der Bundesstraße 4 in Richtung Uelzen ist ein Gewerbegebiet entstanden, in dem sich unterschiedliche Betriebe angesiedelt haben.

Die wachsende Einwohnerzahl erforderte eine leistungsstarke Verwaltung. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Ort zum ländlichen Verwaltungszentrum. Nachdem 1966 der erste Schritt zur Samtgemeinde getan war, folgte 1972 im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform die Bildung der Gemeinde mit 14 zugeordneten Ortsteilen und zentraler Verwaltung in Bienenbüttel.

Seit September 2001 hat die Gemeinde nur noch einen hauptamtlichen Bürgermeister. Die niedersächsische Gemeindeordnung war entsprechend geändert worden: Die Funktionen des ehrenamtlichen Bürgermeisters und des hauptamtlichen Gemeindedirektors wurden zum neuen Amt des von den Einwohnern zu wählenden hauptamtlichen Bürgermeisters zusammengefasst. Diesem zur Seite stehen die Mitarbeiter der verschiedenen Ämter und Gemeindeeinrichtungen. Ortsvorsteher der Ortsteile sind die Verbindungsglieder zu der Verwaltung.

Von den vielfältigen Aufgaben der Gemeinde seien hier einige genannt, die erfolgreich durchgeführt werden konnten und solche, an denen sie heute noch maßgeblich beteiligt ist, so zum Beispiel die Bewältigung des Flüchtlings- und Ausgebombtenproblems sowie der Wohnungsnot nach 1945, Ausbau des Ortswegenetzes, Bau und Erweiterung des beheizten Schwimmbades, Sportstättenbau, Abwasserbeseitigung mit Entsorgungsnetz und Klärwerk, Schulstättenbau, Bau der Ilmenauhalle, Büchereieinrichtung, Feuerwehrwesen und Jugendzentrum.

Hinsichtlich der drei Kindergärten ist die Gemeinde mit hohem finanziellen Engagement beteiligt. Genannt werden muss auch die Situation der deutschstämmigen Aussiedler und der Asylanten und deren Betreuung, insbesondere die Wohnraumbeschaffung. Im September 2001 konnte nach langen Jahren beengter Arbeitsverhältnisse in der Ortsmitte von Bienenbüttel ein neues Rathaus bezogen werden.

Die Geschichte unserer Kirche ist bis in die Anfänge des 13. Jahrhunderts nicht belegt. Es ist zu vermuten, dass es wie in anderen Orten eine schlichte Kapelle gab. Unsere Gemeinde gehörte anfänglich zur Taufkirche in Bevensen, die um 840 gegründet wurde. Die Kirchenorganisation entwickelte sich weiter. 1288 wird erstmalig ein Hinweis auf ein Gotteshaus in Bienenbüttel gegeben.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Form des Gebäudes mehrfach geändert. In den Jahren 1834 bis 1840 entstand das heutige Kirchenschiff. Der gedrungene Findlingsturm wurde 1907 durch den heutigen schlanken Backsteinbau ersetzt. Seit dem 1. Dezember 1957 trägt unsere Kirche den Namen „Michaeliskirche“. Vor der Kirche befinden sich Denkmäler mit den Namen der Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege.

Der Kirche ist seit 1967 ein Kindergarten angegliedert, in dem z. Z. ca. 100 Kinder von acht Fachkräften betreut werden. Ein neues Kindergartengebäude wurde 1991 auf dem Pfarrhofgelände errichtet. Der starke Zuzug junger Familien machte die Einrichtung eines weiteren Kindergartens erforderlich. Am 01.04.1997 konnte in der Uelzener Straße der DRK-Kindergarten eingeweiht werden, der anfänglich für 50 Kinder geplant war, jedoch bald darauf (1999) auf 75 Plätze erweitert werden musste.
Heute kommen täglich 100 Kinder in die Einrichtung, in der neun Erzieher tätig sind. Einen weiteren Kindergarten in privater Trägerschaft gibt es seit Herbst 1998. Es handelt sich um den Waldkindergarten, den gegenwärtig 16 Kinder besuchen, die von zwei Fachkräften betreut werden.

Der Kirchengemeinde untersteht auch der Friedhof. Die ersten Beisetzungen wurden in früherer Zeit im unmittelbaren Umfeld der Kirche vorgenommen, zum Teil erfolgten die Bestattungen in mehreren Lagen, so erklärt sich auch das um mehr als einen Meter erhöhte Terrain um die Michaeliskirche.

1810 wurde ein neuer Friedhof angelegt, wo heute die RWG ihren Lagerplatz hat. An die Anlage erinnert heute noch eine kleine Backsteinremise, die seinerzeit als Unterstand für den Leichenwagen diente. 1926 wurde der jetzige Friedhof ausserhalb des Ortes in der Stillen Heide am Eitzer Kirchsteig angelegt. Die Friedhofskapelle wurde im Jahre 1928 erbaut.

Die Bienenbütteler Schule kann auf eine lange Tradition zurückblicken. 1574 wird der erste Küster in Bienenbüttel als Lehrer erwähnt. Nicht nur Küster, sondern auch andere Personen konnten das Amt des „Schulmeisters“ ausüben. So wird 1692 ein Schneidermeister Syvers in diesem Amt erwähnt... Nach Auflösung der Schule in Grünhagen wurde 1878 ein neuer Schulbau auf dem heutigen Schulgelände direkt an der Duchgangsstraße errichtet und im Jahre 1931 mit einem Anbau nebst Lehrerwohnung erweitert. 1921 waren an der Schule drei Lehrkräfte tätig. Nach dem zweiten Weltkrieg stieg die Schülerzahl sprunghaft an.

1939 besuchten 145 Kinder die Schule, 1949 waren es 437 Kinder im Vor- und Nachmittagsunterricht in drei Klassenräumen. Im gleichen Jahr kamen zwei Unterrichtsbaracken hinzu. Unterrichtet wurde von vier Lehrern und zwei Lehrerinnen. Die räumlichen Verhältnisse besserten sich, nachdem 1956 ein neues Gebäude mit drei Klassenzimmern sowie Nebenräumlichkeiten errichtet wurde.

Die Übernahme der Schüler der aufgelösten Schulen in Hohnstorf und Beverbeck sowie die Einführung des neunten Schuljahres erforderten Erweiterungsmaßnahmen. Ein großzügiger Baukomplex mit Turnhalle und Lehrerwohnungen entstand 1965 bis 1968. Im Rahmen der Zentralisierung des Schulwesens im Kreisgebiet wurde Bienenbüttel Sitz einer „Mittelpunktschule“. Ein Schulhofprojekt wurde zusammen mit dem Förderverein Grundschule Bienenbüttel e. V. durchgeführt. Heute werden in der Grundschule Bienenbüttel ca. 350 Schüler von 30 Lehrkräften unterrichtet. Ein Buszubringerdienst führt den Schülertransport durch. Schüler ab der fünften Klasse besuchen die weiterführenden Schulen in Bad Bevensen.

Für Bienenbüttel hatte und hat die Eisenbahn seit ihrer Inbetriebnahme am 01.05.1847 einen hohen Stellenwert; zum einen für die Mobilität der Einwohner, die jetzt bequem nach Lüneburg, Uelzen und weiter reisen konnten, zum anderen nach anfänglichem Zögern für den Transport von Waren aller Art. Es dauerte gut 25 Jahre, bis die Bahn für den Gütertransport voll angenommen wurde, dann aber war sie aus dem Wirtschaftsgeschehen des Ortes nicht mehr wegzudenken.

Die Bahn war bevorzugter Arbeitgeber für Personal im Verwaltungs-, Verlade- und technischen Bereich - z. B. Schrankenwärter- mit gleichzeitigem Ausbesserungsstützpunkt für Streckenarbeiten mit zahlreichen Bediensteten. In der Ladestraße entstanden zwei bahneigene Wohnhäuser, die heute noch dort stehen. Das alte Bahnhofsgebäude wurde 1938/39 durch einen Neubau in der heutigen Form ersetzt. Um den Bahnhof gruppierten sich Gewerbetriebe, wie Saatbau-Genossenschaft, Kartoffellager der Firma Böhm, Kohlenlager Maltzan, Verladegenossenschaft und einige mehr. 1904 wurde das zweite Gleis in Betrieb genommen. Im April 1965 hielt die Elektrifizierung der Bahnstrecke Einzug und die Ära der Dampflokomotiven war vorbei.

In den Folgejahren verlor der Bahnhof aufgrund der fortschreitenden Motorisierung der Bevölkerung immer mehr an Bedeutung. Heute ist die Bahnstation im Stundentakt Haltepunkt für den Personenverkehr zwischen Hamburg und Hannover. Seit Dezember 2003 verkehrt der private Zugbetrieb „Metronom“ zwischen Uelzen und Hamburg.
Ein fahrplanmäßiger Busverkehr von Uelzen nach Lüneburg hat in Bienenbüttel mehrere Haltestellen. Frühere Postbuslinien in die Umgebung wurden bereits vor mehreren Jahren eingestellt.

An günstigem Verkehrswege gelegen hatte Bienenbüttel frühzeitig enge Berührung mit der Post. 1652 fuhren täglich zwei Postkutschen von Hannover, Celle, Uelzen, Bienenbüttel über Lüneburg nach Hamburg. So entstand auch bei uns eine Poststation mit Ausspann und Herberge. Bis zur Auflösung der Vogtei hatte der Vogt die Poststelle inne. Bienenbüttel war ein Knotenpunkt, von dem aus auch Postlinien nach Bleckede, Boizenburg, Dahlenburg und Ebstorf führten. In der Poststation mussten genügend ausgeruhte Pferde vorgehalten werden. Die Stallungen hierfür lagen neben der Vogtei in Richtung Poststraße.

Nach der Eröffnung der Eisenbahnlinie wurde Bad Bevensen der bedeutendere Postort. Bienenbüttel erhielt die Poststelle I, die zum Postamt Lüneburg gehörte und 1967 dem Postamt in Bevensen angeschlossen wurde.  1926 wurde das Postgebäude in der Poststraße  in Betrieb genommen. Von hier aus erfolgte auch der Verteildienst zu den Landpoststellen des Bienenbütteler Bezirks, der in den letzten Jahren nach und nach aufgelöst wurde.

Im Jahre 1862 wurde die Postagentur Bienenbüttel an das Telegrafennetz angeschlossen, 1903 errichtete man im Ort die ersten drei Fernsprechstellen. 1924 wurden die ersten Genehmigungen zum Betrieb von Rundfunkgeräten erteilt. Im Zuge der Privatisierung der Deutschen Post AG wurde nach mehr als 260 Jahren das Postamt in Bienenbüttel in der Poststraße im Mai 1999 geschlossen und zur gleichen Zeit in der Bahnhofstraße 20 eine neue Postagentur eröffnet, die seit dem alle Postdienst- und Postbankleistungen anbietet.

Am 1. Juli 1889 wird in Bienenbüttel die Stelle eines Fussgendarmen eingerichtet; sie hatte auf Jahrzehnte Bestand. Es ist belegt, dass sich auf dem Grundstück Poststraße 4 in einem Nebengebäude eine Arrestzelle befunden hat. Kurzfristig gab es keine Polizei vor Ort, bis wieder im Juni 1986 in der Ebstorfer Straße 8a im Hause Schoop eine Station eingerichtet wurde, die mit zwei Polizisten besetzt ist.
Bienenbüttel hat ein umfangreiches, lebendiges Vereinsleben. Zahlreiche Vereine, von denen einige bereits auf mehr als 100 Jahre zurückblicken können, stellen Ihre Einrichtungen, Angebote, ihr Können und Wissen zur Verfügung. Die Gemeinde stellt ihre Sport- und Tagungsstätten bereit, wie Turnhalle, Ilmenauhalle mit Schießstand, Sportplatzgelände, Mühlenbachzentrum sowie das beheizte Schwimmbad.

Seit Jahren unterhält die Kreisvolkshochschule Uelzen-Lüchow in Bienenbüttel eine Außenstelle mit einem vielseitigen Angebot, das von der Bevölkerung gern angenommen wird.
Die gute Verkehrsanbindung brachte frühzeitig eine Belebung des Fremdenverkehrs. Die Reisenden kamen aus Hamburg und Hannover, später auch aus Berlin. Der Ausbau der Infrastruktur machte die „Sommerfrische“ in Bienenbüttel für Gäste und Vermieter attraktiv.

Später wirkte sich die Nähe zu Bad Bevensen auch auf die Nachfrage nach Gästebetten in Bienenbüttel positiv aus. Viele Pensionsbetriebe modernisierten ihre Häuser und stellten umfangreiche Angebote zur Verfügung. Nicht wenige Urlaubsgäste haben im Laufe der Zeit in Bienenbüttel ihren ständigen Wohnsitz genommen. In der Blütezeit des Fremdenverkehrs entwickelte sich in Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein starker Fremdenverkehrsverein.

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1823 396
1848 417
1880 405
1932 600
1949/50 1527/866
2004 2793
2021 2580

Bornsen

Bornsen, ca. 7 km südwestlich von Bienenbüttel in einer abwechslungsreichen, hügeligen Landschaft am Rande der Wichmannsdorfer Forst gelegen, stellt ein Haufendorf dar. Der in einer Wiesenniederung entspringende Bach, der mit dem Begriff „Born“ = Quelle auch Namensgeber des Ortes ist, teilt das Dorf in zwei nahezu gleich große Teile.

Die Gebäude der acht Hofstellen bestimmen mit ihren großen, meist mit alten Eichen und Buchen bewachsenen Grundstücken das Ortsbild. Besonders der frühere Meierhof stellt noch heute eine ausgedehnte Hofanlage dar. Deren Gebäude stammen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die noch vorhandenen, hölzernen Speicher aus dem 18. Jahrhundert.

Im südlichen Ortsteil ist noch ein aus dem Jahre 1851 stammender Fachwerkspeicher zu entdecken. Vorgeschichtliche Gräberfunde lassen auf eine alte Besiedlung schließen. Erstmals erwähnt wird er 1190 als Bornesen.

1190 – Bornesen, 1252 - Bornessen, 1309 - Bornsen, 1400 - to dem Bornen

Der Ort, in dem das Kloster Ebstorf und heimische Adelsfamilien über Grundbesitz verfügten, wurde zunächst vom Amt Ebstorf verwaltet und kam 1885 zu dem neu gebildeten Kreis Uelzen.

In der Feldmark findet sich – wie im Nachbarort Varendorf – der aus der letzten Eiszeit stammende, fruchtbare Flottsand, ein gelblich bis brauner, schichtungsloser Feinsand, der dazu tonige Teile enthält und frei von Steinen und hervorragend für die Humusbildung geeignet ist. Da dieser Boden bei feuchtem Wetter klebrig wird, hat er auch die Bezeichnung „Klei“ – etwa Kleber – erhalten. Daher wird Bornsen auch zu den sieben Kleidörfern Barum, Seedorf, Golste, Natendorf, Oldendorf II und Varendorf gerechnet. Die Klebrigkeit des Bodens führte dazu, dass in früheren Jahrhunderten die großen Frachtwege und Heerstraßen weit entfernt vom Ort verliefen. Dieser blieb so bei kriegerischen Ereignissen oft vor Schäden bewahrt, liegt heute abseits von Durchgangsverbindungen.

Viele der acht landwirtschaftlichen Betriebe befinden sich seit Generationen in Familienbesitz. Bewirtschaftet wird eine Gesamtfläche von ca. 600 Hektar. Die Beteiligung an der nahegelegenen Forst um Wichmannsdorf war in früherer Zeit für die Gewinnung von Brenn- und Bauholz wichtig.

Aus dem Ort stammt der am 21. November 1857 geborene Wilhelm Krüger, der, trotz täglicher Arbeit im Haus und auf dem Feld, allein das Wissen für das in Lüneburg ablegte Abitur erwarb. Er studierte in Halle und Freiburg/Breisgau und machte sich in Halle als Assistent in der landwirtschaftlichen Versuchsstation einen Namen. Das bewog die niederländische Regierung, ihn für den Aufbau einer Versuchsstation für Zuckerrohr auf Java zu gewinnen. Krüger kehrte nach sechs erfolgreichen Jahren nach Halle zurück, wo er bahnbrechende Erkenntnisse für den Zuckerrübenanbau auf leichten Böden gewinnen konnte. 

Die Einwohnerzahl von Bornsen war über Jahrzehnte recht konstant: 1823 - 129 Personen, 1880 – 144, 1932 – 120, 1949 - 299, davon 129 Einheimische, 2004 - 89.

Die bereits im 18. Jahrhundert bestehende Schule musste 1829 erneuert und um 1870 vergrößert werden. 1929 wurde die Schule geschlossen; die wenigen Schulkinder gingen zum Unterricht nach Varendorf. 1973 entstand die heutige Freiwillige Feuerwehr Varendorf – Bornsen.

Das weit entfernte Kirchdorf ließ bereits früher den Wunsch nach einem eigenen Friedhof aufkommen. Umgesetzt wurde er 1956: ein in der Feldmark stehender Schafstall wurde zu einer Kapelle umgebaut und um ihn herum eine würdige Ruhestätte für die Toten geschaffen.
Hundert Jahre nach der Völkerschlacht von 1813 bei Leipzig, stellten die Bewohner einen Gedenkstein für die aus dem Dorfe stammenden Gefallenen auf.

Zu Bornsen zählt auch Wichmannsdorf, heute ein Forsthof. Neben Beverbeck und Wulfstorf gehörte der frühere Ort zu den ältesten Dörfern der Gemeinde Bienenbüttel: 1006 wird er als Vuiganthorp, dann ab 1294/95 mit Wichmannstorpe urkundlich erwähnt. Forscher ordnen ihn dem alten Besitz der Billunger zu, der dann dem in Lüneburg ansässigen Kloster St. Michaelis überlassen wurde. Das Dorf, das ursprünglich mehrere Hofstellen beherbergte, fiel früh wüst. Versuche des klösterlichen Grundherrn, eine Wiederbesiedlung zu erreichen, schlugen fehl, sodass nur ein Vorwerk errichtet werden konnte, auf dem überwiegend Schafzucht betrieben wurde.

Die alte Dorflage befand sich von dem heutigen Gehöft rund 800 m entfernt im Wald und ist noch durch verwilderte Obstbäume erkenntlich.

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1823 129
1848 149
1880 144
1932 120
1949/50 299/129
2004 89
2021 89

Edendorf

Edendorf ist ein ursprünglich als Zeilendorf angelegtes Dorf knapp 5 Kilometer östlich von Bienenbüttel. Die Kreisstraße 1, die durch Edendorf führt, verbindet die beiden Ortslagen miteinander. Entstanden ist die Siedlung an der Grenze zwischen der tiefer gelegenen Niederung im Norden mit ihren Wiesen und Weiden und den höher gelegenen Ackerflächen der Geest im Süden. Der Mühlenbach im Norden und der Wohbeckgraben im Süden fließen in die westlich verlaufende Ilmenau. Direkt im Osten des Dorfes entstand in den 70er Jahren der Elbe-Seiten-Kanal.

Edendorf ist aus einer nördlich der Kreisstraße locker angelegten Gruppe von Höfen entstanden. Durch Realteilung wurde die Ortslage immer enger, so dass eine Erweiterung des Dorfes Richtung Norden vorgenommen werden musste. Die wertvollen Ackerflächen im Süden wurden erst in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts besiedelt. Bei der Verkoppelung siedelten einzelne Höfe außerhalb der Ortslage auf eigenen Ländereien. Noch heute ist diese Struktur im Ortsbild ablesbar.

Umgeben ist der Ort von Wiesen, Weiden, Ackerflächen und Waldflächen des Medinger Forstes, in dem mehrere Hügelgräber liegen, deren Ursprung auf ca. 2000 Jahre vor Christi geschätzt wird. Eine weitere Besonderheit sind die früher für die  Heide typischen Schafställe, von denen noch drei im Staatsforst zu finden sind.

Der Name Edendorf ist vermutlich von dem Personennamen „Edos“ entstanden: Edos Dorf In den geschichtlichen Unterlagen wurde Edendorf auch „Edinge“, „Ähndorpp“ und „Edendorppe“ genannt. Bis zum 13. Jahrhundert war das Geschlecht derer von Edendorf ansässig. Neben verschiedenen Gutsleuten waren das Kloster Medingen und das Kloster St. Michaelis in Lüneburg Eigentümer. 1830 – 1840 wurde die Verkoppelung durchgeführt.

1853 wurde der Schulbetrieb in einem Schulhaus aufgenommen. 1887 entstand ein neues Schulhaus  Die Wetterfahne auf dem Dach enthält zur Kennzeichnung ein Tintenfass. Der Schulbetrieb wurde 1968 in Edendorf eingestellt.

Die Hönkenmühle, im Westen zwischen Wichmannsburg und Edendorf direkt am Hönkenbach gelegen, hat im 18. Jahrhundert schwere Zeiten mitgemacht, da der Grundwasserstand im Laufe der Zeit sank. Heute wird die Hönkenmühle als Wohnhaus genutzt.

Die im 19. Jahrhundert beginnende Aussiedlung einzelner Hofstellen mit Namen, wie Bröckel, Lerchen-Meyer, Eickhof oder Sloh-Hof, sind heute zu sehenswerten Anlagen in der freien Landschaft geworden. Dazu kommt das ehemalige Gut Solchstorf, das lange Zeit als eigenständiges Dorf geführt wurde.

Bis heute ist die Struktur der Ortslage landwirtschaftlich geprägt. Neben einigen aktiven landwirtschaftlichen Betrieben sind eine über 125-jährige ortsansässige Bäckerei, eine Gaststätte und eine Pension im Ortskern ansässig. Edendorf gehört zum Kirchspiel Wichmannsburg. Früher gab es im Ort eine Kapelle.

Eine wichtige Bedeutung in Edendorf haben die Freiwillige Feuerwehr und der Bürgerverein „Unser Edendorf e. V.“ Getreu dem Edendorfer Motto „Gemeinsam sind wir stark!“ wurde der Ort seit 2008 Jahren unter anderem durch Dorferneuerungsmaßnahmen, ein sechsmonatiges Kunstprojekt und ein Leader-Projekt noch attraktiver.

Zentraler Anlaufpunkt ist inzwischen der durch die Edendorfer erschaffene Dorfplatz, der Basse-Hof. In vielen gemeinsamen Aktionen haben die Edendorfer den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses, die Schaffung eines Kinderspielplatzes, Neupflasterungen, Neuanpflanzungen, die Sanierung der historischen Fachwerkscheune und nicht zuletzt die zusammen mit dem Düsseldorfer Künstler Clemens Botho Goldbach erschaffene Skulptur Edena auf dem Dorfplatz umgesetzt.

Das alte Feuerwehrgerätehaus von 1908 mit seinem wunderschönen Giebel ist ein wertvolles Zeugnis für die aktive Freiwillige Feuerwehr. Es wurde durch den Feuerwehr-Verein Edendorf übernommen und ist seit dem Mittelpunkt der Aktivitäten der Jugendfeuerwehr.

Weitere Informationen zum Ortsteil finden Sie unter www.unser-edendorf.de und www.feuerwehr-edendorf.de

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1823 169
1848 256
1880 287
1932 243
1949/50 600/292
2004 330
2021 290

Eitzen I

Eitzen, seit einer Kreisreform zusammen mit Bardenhagen, liegt eingebettet in einem Urstromtal, inmitten einer bewaldeten Hügellandschaft westlich von Bienenbüttel. Die Ausweisung des größten Teils der Feldmark zu Land- und Naturschutzgebieten zeigt, dass hier eine intakte Landschaft erhalten geblieben ist. Ein besonders Kleinod sind die westlich der L233 gelegenen Dümpelkuhlen (6 Erdfälle bis zu 20m Tiefe). Entstanden sind diese durch Ausspülungen der Lüneburger Salzgewinnung.

Eine frühe Besiedlung Ausgangs des Neolithikums, ebenfalls westlich der L 233, wird belegt durch Hügelgräber und das Totenhaus in Bardenhagen. Ein weiterer Nachweis sind zahlreiche Bodenfunde, die beim Bau der beiden Gasleitungen (Asche-, Pfahlbaureste, Vorratsgruben, irdene Artefakte etc.) gemacht wurden.

Der Ortsname Eitzen entwickelte sich von Edessen, Eyshusen, Eysen, Eytzen zu Eitzen. Eyshusenwird erstmals 1252 im Urkundenbuch zu Verden1, Nr. 433 schriftlich fixiert. Die Ortsbezeichnung Bardenhagen geht auf die Langobarden oder deren Nachfolger, die Bardonen, zurück.

Im 12. Jahrhundert gelangten die Lehnshöfe in Eitzen in den Besitz der Stadt Lüneburg, später in den des Buügermeisters (von der Sulten). Dieser verkaufte sie an den Abt Ulrich (von Bervelde) vom Michaeliskloster. Er vererbte sie gegen sein Angedenken endgültig an das Kloster. Der Lehnsort Bardenhagen gehörte ursprünglich zum Rittergut Barnstedt. Er gelangte durch Kauf an das Kloster Corvey, später durch Tausch an das Kloster Ebstorf. Dort existierten 1 Vollhof und 1 oder 2 Koten. Im 14. Jahrhundert wurde der Ort durch einen Pestzug zur Wüstung. Danach fasste man die Flächen zu einem Hof zusammen, seitdem spricht man vom Gut Bardenhagen.

Die relativ große Feldmark Eitzens ist durch die Übernahme von Teilen der Siedlung 'Rammeshorn' zu erklären. Der Raubbau an den Waldflächen durch den Lehnsherrn (Saline, Schiffsbau) führte zur Entstehung großer Heideflächen. Diese waren nur nutzbar für die Heidschnuckenhaltung und die Plaggenwirtschaft. Erst mit der Allmendeteilung (1841 und 1844) ging es mit der Landwirtschaft bergauf. Eitzener Bauern leisteten bezüglich Wiederaufforstung Pionierarbeit. Das trifft auch auf Viehzucht und Ackerbau zu. Sie waren außerdem maßgeblich an der Gründung der Zuckerfabrik beteiligt.
Das Gut Bardenhagen war bis 1952 ein bekanntes Gestüt und ist seitdem Anzuchtstätte für die VSE.

Eitzen zeichnet sich durch eine aktive Dorfgemeinschaft aus (Feuerwehr, Sportgruppen, Kulturveranstaltungen). Etwa die Hälfte der Bewohner sind zugezogen, in der Regel junge Familien mit Kindern. Die Mehrzahl der Berufstätigen sind Pendler. Sie arbeiten in Lüneburg, Hamburg, Uelzen oder Bad Bevensen.

Die landwirtschaftlichen Ackerflächen werden zur Zeit von 2 Haupterwerbsbetrieben bewirtschaftet, Grünlandflächen sind an Auswärtige verpachtet.

Weitere Informationen zum Ortsteil finden Sie unter www.eitzen1.de.

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1823 101
1848 131
1880 133
1932 158
1949/50 397/216
2004 193
2016 204
2021 185

Grünhagen

Grünhagen liegt 3 km nördlich von Bienenbüttel an der Bundesstraße 4. Durch den hübschen Ort fließt der aus Eitzen kommende Forellenbach, der in Grünhagen in die Ilmenau fließt.

Grünhagen wird erstmals 1252 als Boythelendorpe urkundlich erwähnt. 1324 wurde es von Herzog Otto dem Kloster St. Michaelis zu Lüneburg geschenkt und zwar als „Gronehaghen, que olim villa Slavica et Boytelendorpe vocabatur“ (einst ein slawisches Dorf und Boytelendorpe genannt).

Der Abt Ulrich von Bervelde vom Michaeliskloster ließ 1350 eine Kapelle bauen. Es entstand auch ein Abtshaus, dass später als Sommersitz genutzt wurde. Diese Kapelle wurde 1702 leider abgerissen. Die fast 500 Jahre alte, zugehörige Glocke hängt aber seitdem in der Michaeliskirche in Bienenbüttel.

Von 1578 bis 1580 wurde das Abtshaus in ein Schloss umgewandelt, die Kapelle wurde dabei mit einbezogen. 1982 fand man bei Bauarbeiten am Landhaus Grünhagen Tonscherben und Eichenbalken aus dem Jahre 1580.

Im 18. Jahrhundert gab es in Grünhagen ein Vorwerk nebst Schäferei, eine Förster- und Vogtswohnung und ein Krug- und Brauhaus. Außerdem waren hier noch vier Ackerhöfe, zwei Hirtenkoten und ein Schulhaus. Eine alte Ziegelei, in der auch die sogenannten „Zungensteine“ als Dachziegeln gebrannt wurden, musste 1830 abgerissen werden.

Im alten Forsthaus wurde am 9. September 1813 dem damaligen Klosterförster Engelhard ein Sohn geboren – der später Bildhauer Friedrich Wilhelm Engelhard. Zu seinem besten Werk zählt das Marmordenkmal der Kurfürstin Sophie im Park des Schlosses Herrenhausen in Hannover.

Einige, wenige Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, die zum Kloster St. Michaelis zu Lüneburg gehörten, sind in Grünhagen sogar noch erhalten. Dazu gehört das ehemalige Herrenhaus, welches heute das Landhaus Grünhagen ist und das ehemalige Forsthaus.

Bei der Bildung der Landkreise 1884/85 wurde Grünhagen dem Landkreis Lüneburg zugeordnet.

Nach dem zweiten Weltkrieg bauten sich zwei Lüneburger Familien aus Wohnungsnot in einer Sandkuhle am Wege nach Eitzen ein Haus aus Kiefernstämmen und Brettern, das eher einem Unterstand oder Bunker glich. Aber das schreckte andere Familien nicht ab und sie gesellten sich dazu. So entstand eine „Bunkersiedlung“, der Ortsteil Bunkershausen. Durch den Bau von Familienhäusern wuchs Grünhagen zu einem kleinen Ort heran und die Einwohnerzahl stieg stetig.

Zu Beginn der 50er Jahre wurde in einer Sandgrube nach Öl gebohrt. Doch es kam alles anders: Statt des erwarteten braun-schwarzen Goldes spritzte eine Wasserfontäne in den Himmel. So lief die Sandkuhle voll und ein See entstand. Man legte Drainagen und baute Gräben und ließ den See in die Ilmenau abfließen.

In Grünhagen wird heute keine Landwirtschaft mehr betrieben. Auch der letzte Gewerbebetrieb, eine Sägerei, ist schon lange nicht mehr da. Die Bewohner Grünhagens arbeiten in der Umgebung, zum Teil auch in Hamburg.

In der neueren Zeit haben sich zwei Fischräuchereien, ein Antiquitätenhandel und ein Gastronomiebetrieb niedergelassen.

Wer Grünhagen näher kennen lernen möchte, nimmt am besten den Wanderweg von Bienenbüttel entlang der Ilmenau. In der früheren Klosterforst erinnert ein großer Findling an den Förster Georg, der diesen Wald neu anpflanzen ließ.

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1823 144
1848 148
1880 112
1932 97
1949/50 220/136
2004 299
2021 384

Hohenbostel

Hohenbostel liegt im nördlichen Teil der Gemeinde Bienenbüttel, ca. 1 km vom Hauptort entfernt. Die Gemarkung umfasst ca. 1000 Hektar, begrenzt im Süden vom Landschaftsschutzgebiet Ilmenauniederung und im Norden von Grundmoränenhochflächen. Im Südwesten schneidet die Bahnstrecke Hannover-Hamburg in die Gemarkung ein.

Es führt lediglich eine Straße aus Bienenbüttel in den Ort hinein, Durchgangsverkehr gibt es nicht.

Hohenbostel wurde erstmals urkundlich 1324 als Wendisch Borstelle erwähnt. Es bleibt bis 1822 als reines Rundlingsdorf erhalten. Im 19. und 20. Jahrhundert löst sich diese strenge Dorfform mehr und mehr auf, ist aber auch heute noch erkennbar.
Mehrere Hügelgräber und einzelne Bodenfunde weisen darauf hin, dass es lange vor der Entstehung des Dorfes hier menschliches Leben gab.

Hohenbostel kommt früh unter die Grundherrschaft des Klosters Michaelis Lüneburg, bleibt aber wohl von Anfang an zehntfrei; die Bauern hatten also nur Grundabgaben zu leisten. Dies blieb bis zur Aufhebung der Grundherrschaft im 19. Jahrhundert so.
Nach dem 2. Weltkrieg entstand in Hohenbostel das Wohnheim Haus Hoheneck und das Seniorenheim Haus Ilmenaublick. In den 90er Jahren wurde der Ort durch große Neubausiedlungen erweitert.

Ein Hofgebäude in Hohenbostel - der Hof Dorfstr. 16 – wurde 1984 als eines der ältesten Bauernhäuser Niedersachsens in das Verzeichnis der Kulturdenkmale – Baudenkmale aufgenommen. Der Baubeginn der ältesten Teile des Hauses lag um 1558. Das Haus wurde 1817 völlig umgebaut und auch später mehrfach verändert, so dass von außen von der ursprünglichen Bausubstanz kaum noch etwas erkennbar ist.

1986 wurde Hohenbostel in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen. Unter aktiver Beteiligung der Einwohner wurden in einem Arbeitskreis Pläne entwickelt, vom Gemeinderat Bienenbüttel genehmigt und mit erheblicher öffentlicher Förderung realisiert.

Ein neu erbautes Feuerwehrgerätehaus und ein Gedenkstein erinnern daran.

Bis heute ist Hohenbostel durch seine Rinderhaltung und Feldbewirtschaftung landwirtschaftlich geprägt.

Die ländliche Umgebung von Hohenbostel bietet schöne Rad- und Wanderwege von Bienenbüttel nach Lüneburg.

Alljährliche Traditionen wie der Thomsabend, der Laternenumzug, das Osterfeuer und das Adventsbaumglühen laden Kinder und Erwachsene herzlich ein.

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1823 122
1848 107
1880 162
1932 188
1949/50 330/179
2004 798
2021 788

Hohnstorf

Der Ort Hohnstorf mit seinen rund 200 Einwohnern liegt zirka zwei Kilometer von Bienenbüttel entfernt. Der Mittelpunkt für die Dorfgemeinschaft ist das Dorfgemeinschaftshaus am Ortsrand. Dort befinden sich außerdem das Feuerwehrhaus und der Sportplatz des SV Hohnstorf. Die Freiwillige Feuerwehr, mit ihren rund 85 Mitgliedern, kann auf eine mittlerweile knapp 100-jährige Geschichte zurückblicken. Mehr als 40 aktive Männer und Frauen nehmen regelmäßig auf Aus-, Fort- und Weiterbildungen teil, um ihr Wissen und Können auszubauen und zu vertiefen.

Neben der Freiwilligen Feuerwehr hat der Sportverein Hohnstorf dort sein Zuhause. Gegründet 1928 hat der Sportverein heute rund 150 Mitglieder in den Sparten Herren- und Jugendfußball, Damengymnastik, Reitsport, Boule und Poker. Das Vereinsleben ist bunt und vielfältig.

Hohnstorf hat eine funktionierende und aktive Dorfgemeinschaft, die bei verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen Hand in Hand arbeitet. Der zweimal im Jahr stattfindende Dorfputztag, das Dorffest und der Weihnachtsbaumverkauf sind Veranstaltungen, die stattfinden können, weil jeder gerne mithilft und anpackt. Gegenseitige Unterstützung wird großgeschrieben.

In rund 800 Metern Entfernung befindet sich der Elbe-Seitenkanal. Die Ufer des Kanals, wie auch die schöne Umgebung, beispielsweise das Naturschutzgebiet Vierenbach, laden zu Spaziergängen, Wander- und Radtouren ein. Hohnstorf gehört zur Kirchengemeinde Wichmannsburg.

Hohnstorf ist landwirtschaftlich geprägt. Rund 500 Hektar landwirtschaftliche Ackerfläche wird von vier Höhen bewirtschaftet.

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
2004 216
2021 204

Niendorf

Niendorf liegt 3 Kilometer nordöstlich von Bienenbüttel und ist über die Kreisstraße 42 zu erreichen. Der Ort liegt in der Mitte zwischen der llmenau und dem Elbe-Seitenkanal an der Kreisgrenze zu Lüneburg.

Er wird im Norden von Waldgebieten und dem Übungsgelände der Bundeswehr umgeben. Im Nordwesten grenzt die Gemarkung an Hohenbostel.

Im Nordosten ist der Elbe-Seitenkanal die Grenze, hinter dem der Nachbarort Wulfstorf liegt. Im Südosten fließt der Vierenbach. Der kleine Bach, der Hadgenbeck, der durch Niendorf fließt, entspringt in einem Wald, dem Bullenbusch.

Eine Einordnung der Ersterwähnung von Niendorf ist etwas schwierig, da es in dem Gebiet des Landkreises Lüneburg 6 Dörfer, im Landkreis Uelzen noch mal 2 Dörfer mit diesem Namen gibt. Für das Jahr 822 spricht, wann das dort aufgeführte „villis Nienthorpe“ unser Niendorf ist. Wenn dieses zugrunde gelegt wird, lassen sich die beiden Vollhöfe mit jeweils an 2 Tagen in der Woche zu leistenden Spanndiensten, der Halbhof und frühere Kötner mit einem Tag, hier gut einfügen. Diese 3 Höfe sind ab etwa 1650 für 300 Jahre belegt.
Wenn Niendorf als Rundling anerkannt wird, ist die Gründung auf 1150/60 zu legen. Dazu passen dann die im Winsener Schatzregister aufgeführten 3 halben Plog Höfe, aber kein Vollhof.

Diese Analyse besagt, das Niendorf aus 2 Dörfern bestehen könnte, ein frühes sächsisches und ein späteres Dorf mit slawisch-wendischer Bevölkerung.

Die in der Kurhannoverschen Landesaufnahme genannte Zahl von 4 Feuerstellen ist eine Verwechselung mit Wulfstorf.

Es ist davon auszugehen, dass im Gegensatz zu „Drögennindorf“, das sogenannte „Nassenniendorf“ das hiesige ist. Dafür sprechen die das Dorf von 2 Seiten umgebenden großen Moorfiächen.
Die Verbindungsstraße nach Bienenbüttel führte bis um 1830 etwa 500m südlich an Niendorf vorbei. Nach dem Krieg entstanden 2 Straßensiedlungen.

Die großen Waldflächen bestehen überwiegend aus Kiefern, in den Moorgebieten sind es Erlen. Die Erlen und Kiefern haben sich zum großen Teil aus Anflug entwickelt, ab 1900 erfolgte aber auch eine Aufforstung nach forstwirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Die älteste bekannte Erwähnung von „villis Nianthorpe“ geht auf die Zeit um 822 zurück. Das über Jahrhunderte sehr kleine Dorf bestand aus zwei Höfen und einer Kötnerstelle. Die Siedlungsform ist ein Rundling, der auf eine Gründung durch Wenden schließen lässt. Drei Gehöfte bilden den Ortskern. Zwei Bauernhäuser stehen mit dem Giebel zur Mitte. Ein Bauernhaus ist abgebrannt und wurde in einer anderen Richtung wieder aufgebaut.

Die Hauptstraße führt an dem Ortskern vorbei. Nach dem Krieg entstanden zwei Straßensiedlungen. Alte Flurbezeichnungen sind: Der Schwarze Berg, Fahlenmoor, Viermoor, Sprötzenheide, Achterfeld, Rückbeck, Mittelfed, Hukobenfeld, Stötbrück, Wischhof, Auf dem Hähnchenkamp, Auf der langen Heide, Auf dem alten Brande, Auf dein Bullenkamp, Der Schäferberg.

Niendorf liegt in einer kleinen Senke. Das Ackerland besteht vorwiegend aus Sandboden. Bruchstreifen säumen Feuchtstellen, besonders das Vierenbachtal. Zuvor gab es Heideflächen im Norden, die eine Sicht bis Lüneburg ermöglichten. Die Heideflächen entstanden durch die Abholzung der Eichenwälder.

Einer von ehemals vier Schafställen existiert noch. Südöstlich von Niendorf wurde früher im Vierenmoor Torf gestochen. Die durch den Torfabbau entstandenen Kuhlen sind voll Wasser gelaufen und verlanden. In diesem Moor liegt als Überbleibsel aus der Eiszeit eine etwa sechs Meter hohe Endmoräne, der Schwarze Berg.

Drei Höfe bilden noch immer den Qrtskern. Obwohl Niendorf mit zwei Höfen und einer Kote sehr klein war, war im Dorfe als Instanz des Bienenhütteler Vogts ein Untervogt ansässig. Es war der Kötner, der auch für Hohenbostel und Dieksbeck zuständig war. Die Hofgrößen haben sich seit der Verkoppelung zum Teil durch Verkauf geändert. Heute gibt es nur noch einen landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb.
Das älteste Fachwerkhaus stammt aus dem Jahre 1785.
Niendorf gehört zum Kirchspiel der Michaeliskirche zu Bienenbüttel.

Wander- und Radwanderwege befinden sich im Waldgebiet und beiderseits des Elbe-Seiten-Kanal.

Sehenswert ist der historische Rosen- und Bauerngarten.

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1823 42
1848 63
1880 145
1932 68
1949/50 143/76
2004 102
2021 73

Rieste

Im südwestlichen Teil des Gemeindebereiches liegt Rieste. Wer aus Bienenbüttel Richtung Ebstorf fahren muss, nimmt die Strecke über Rieste.
In eine Senke gebettet wird die Siedlung umgeben von Nadel- und Mischwald, sowie landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die Flächenvielfalt reicht vom ökologisch wertvollen Moor über sandige Areale bis zu einem der ertragreichsten Böden im Landkreis. Östlich wird die ca. 320 Hektar große Gemarkung vom Mühlenbach begrenzt, der später den Bienenbütteler Mühlenteich durchfließt. Von Ost nach West, durchfließt der Riester Bach den Ort und mündet in den Mühlenbach.

Rieste ist ein Haufendorf mit Bauernhöfen. Ergänzt wurde die frühere Struktur durch eine Schmiede, eine kleine Hofkate, eine Gaststätte, eine Sägerei und einen Lebensmittelladen.
Keines dieser Gebäude wird mehr in seiner ursprünglichen Funktion genutzt. Sie wurden im Verlaufe der Jahre überwiegend zu Wohnzwecken umgebaut. Heute sind ein landwirtschaftlicher Betrieb, eine Tischlerei, eine Zimmerei und ein Fliesenlegebetrieb am Ort. Eine anfangs als Wochenendgebiet begonnene Parzellierung ist inzwischen Siedlungsgebiet mit festen Wohnsitzen.
Das im Norden Richtung Bienenbüttel gelegene Freigelände der Sonnen- und Naturfreunde betont den Erholungscharakter des Ortes. Das gesellschaftliche Leben wird geprägt durch die Aktivitäten der Feuerwehr und des „Wanderclub“

Erste urkundliche Erwähnung findet sich als „Ryste“ 1310.
Den Ursprung des Ortsnamens führt man in einer Variante auf eine verkürzte Form von „Reisig-Stätte“ zurück. Eine weitere ist begründet durch ganze 50 archäologisch nachgewiesene Grabstätten, u. a. des riesen- oder hünenhaften Voksstammes der Langobarden in der Herleitung aus „Riesen-Stätte“. Die bedeutendste Entdeckung erfolgte 1890: Ein Riesengrab mit ca. 1000 Urnen bestatteter Langobarden. Dieser Fund wird in der nationalen und internationalen Archäologie als „die Stufe von Rieste“ bezeichnet.

Im Dreißigjährigen Krieg leiden die Höfe „unter den Schwedischen“ (Kriegern) und deren Verwüstungen sehr. Auch die „Franzosenzeit“ setzt dem kleinen Ort sehr zu. Erst zur Zeit der Verkoppelung um 1840 konnten sich die Höfe wirtschaftlich erholen und das ganze Dorf von Abgaben frei kaufen.

1905 wurde die örtliche Feuerwehr gegründet Sie leistet bis heute ihre Dienste am Nächsten und feierte mit Stolz 2005 ihr 100jähriges Bestehen – zeitgleich mit dem 900jährigen Bestehen des gesamten Ortes.

Alle vier Höfe einschließlich der kleinen Hofkate gaben den massiven strukturellen Veränderungen nach und konnten nur bis in die 80er Jahre ihren Betrieb aufrecht halten. Die ersten Ländereien wurden schon beginnend in den 60er Jahren  zum größten Teil von einem Saatzuchtbetrieb übernommen, der seinen Betriebshof am Ort errichtete. Er bewirtschaftet mit anderen umliegenden Pächtern die Riester Ackerflächen. Die meisten erwerbstätigen Riester Bürger sind Pendler.

Geschichtlich zeichnet sich das Dorf durch die geschilderten bedeutsamen und wertvollen archäologischen Funde aus. Leider sind die Stätten und Funde durch Raubbau und die Kriegszerstörung der Exponate im Heimatmuseum Uelzen nicht mehr vorhanden. Aufzeichnungen, Dokumente und andere Funde sind jedoch noch in einem örtlichen Familienmuseum erhalten.

Ein buchstäblicher Höhepunkt ist die Aussicht am Mühlensteg (Hof Schlote), die man von einem der höchsten Punkte in der Gemeinde mit 81 m ü NN genießen kann. Hier zeigt sich die gar nicht so „platte“ Heidelandschaft von einer ihrer schönsten Seiten und lädt ein zum Spaziergang in die gleich angrenzende Staatsforst.

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1823 62
1848 89
1880 126
1932 129
1949/50 308/131
2004 225
2021 259

Steddorf

Der Ortsteil Steddorf liegt südlich von Bienenbüttel – nur getrennt durch die B 4 – an der nach Ebstorf führenden K 14.

Die Gemarkung Steddorf besteht vorwiegend aus Sandböden, die von zwei Bächen durchzogen werden (Bienenbütteler Mühlenbach, Krumbach). Es gibt eine höhere Erhebung, den bei Kindern im Winter als Rodelgelegenheit sehr beliebten Hohen Berg (50,8 m hoch).

Steddorf unterscheidet sich von den anderen Ortsteilen dadurch, dass der Ort aus zwei von einander getrennten Teilen besteht: Neu-Steddorf mit den in den letzten Jahren entstandenen Neubaugebieten und dem alten Steddorf.

Ab ca. 1900 entstanden die ersten Häuser in Neu-Steddorf. Hier ließen sich Handwerker, Beamte und Kaufleute nieder. Das Bauerndorf Steddorf bekam somit einen Ortsteil, der eine ganz andere soziale Struktur hatte.

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es in Steddorf noch sieben bäuerliche Vollerwerbsbetriebe. Diese Zahl ist auf zwei Vollerwerbs- und einem Nebenerwerbsbetrieb zurückgegangen. Dazu gibt es einen Gartenbaubetrieb, der Biogemüse anpflanzt. Ab 1970 erweiterte sich Steddorf nach und nach durch Neubaugebiete, so dass sich die Bevölkerungszahl verdreifachte.

Leider löste sich 1972 die Steddorfer Feuerwehr auf, auch stellte die örtliche Gaststätte ihren Betrieb ein, so dass das dörfliche Zusammenleben nur noch eingeschränkt möglich war. Trotzdem versuchte man durch gemeinsame Aktivitäten, wie Osterfeuer, Scheunenfest und das legendäre Fußballspiel Alt-Steddorf gegen Neu-Steddorf ein Mindestmaß an dörflicher Gemeinschaft aufrecht zu erhalten.

Einen erheblichen Aufschwung nahm das Dorfleben durch die Gründung des Dorfgemeinschaftsvereines im Jahre 2001. Der Verein schaffte es, unterstützt durch Rat und Verwaltung der Gemeinde, in Eigenarbeit ein Dorfgemeinschaftshaus zu bauen, das im Februar 2003 eingeweiht werden konnte. Dieser Treffpunkt ermöglicht wieder eine aktive Dorfgemeinschaft.

Durch seine relative Nähe zu Bienenbüttel ist Steddorf bei Neubürgern sehr beliebt. Dadurch hat sich Steddorf zum größten Ortsteil entwickelt.

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1823 64
1848 91
1880 78
1932 231
1949/50 433/206
2004 789
2021 842

Varendorf

Varendorf ist der südlichste Ort der Gemeinde Bienenbüttel. Er zählt mit dem benachbarten Bornsen zu den sieben Kleidörfern und liegt etwa 6 km von Bienenbüttel entfernt an der Kreisstraße nach Ebstorf.

Als ein nahezu geschlossenes Haufendorf ist der Ort auf einem Abhang südlich des Varendorfer Baches, angelegt worden.

Historische Fundstücke weisen darauf hin, dass Menschen hier bereits in vorgeschichtlichen Zeiten lebten.

Im Jahre 1252 wurde Varendorf erstmals als Varenthorpe erwähnt und erhält 1320 dann durchgehend die Bezeichnung Varendorpe.

Die 1738 gegründete Schule wurde 1972 geschlossen.

Die freiwillige Feuerwehr Varendorf wurde am 4. Mai 1895 von 25 Interessierten gegründet und schloss sich 1973 mit der Wehr aus Bornsen zusammen. 1978 wurde eine bis heute aktive Jugendabteilung geschaffen.

Noch heute ist Varendorf durch die Landwirtschaft geprägt. Fast alle Hofstellen, meist an der Durchgangsstraße gelegen, haben große Grundstücke mit einem umfangreichen Gebäudebestand. Das älteste, noch erhaltene Gebäude ist ein 1823 errichtetes Hallenhaus, neben dem 1856 das größere Wohnwirtschaftsgebäude (Hof Nr. 2) errichtet wurde.

Fachwerkscheunen, sowie die als sogenannte Rübenburgen in der Zeit um 1900 errichtete Ziegelbauten, prägen bis heute das Dorfbild. Neue Wohnhäuser entstanden zunächst an der Straße nach Rieste, in den letzten Jahren auch an der Straße nach Bornsen.

Wegen der guten Qualität der Ackerböden, die noch heute rd. 400 Hektar umfassen, findet sich in der Feldmark kein geschlossener, größerer Baumbestand. Die Varendorfer Bauern waren jedoch als Interessenten an der Wichmannsdorfer Forst beteiligt.

Bisher ist die Landwirtschaft mit dem Getreide-, Kartoffel- und Zuckerrübenanbau für den Ort bestimmend. Während es 1953 noch acht Vollerwerbsbetriebe gab, wird die Fläche heute von drei Landwirten bestellt.

Wanderer können die in der südwestlichen Feldmark gelegenen beiden Butenkaben (Außenschafställe) entdecken.

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1823 187
1880 192
1932 181
1949/50 322/147
2004 105
2021 110

Wichmannsburg

Wichmannsburg, idyllisch im Tal der Ilmenau gelegen, grenzt direkt an den südöstlichen Rand des Kernortes der Gemeinde.
Geprägt wird der Ort auch heute noch durch seine weitläufige Wiesenlandschaft, die durch eine Vielzahl kleinerer Zuläufe zur Ilmenau durchzogen ist.

Konzentrierte sich früher der Ortskern auf die unmittelbare Umgebung der alten Kirche, erfolgte im Laufe gerade des 20.Jahrhunderts eine Entwicklung hin zum Reihendorf entlang der heutigen Kreisstraße 1, die sich an den Verlauf der Ilmenau angepasst hat. Durch Neubaugebiete Sandberg I + II in Richtung Hohnstorf wurde der Ort erheblich erweitert.

Der alte Ortskern ist jedoch noch gut zu erkennen. Hier sind noch einige teilweise reetgedeckte Fachwerkhäuser erhalten. Wichmannsburg kann auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Es erhielt seinen Namen von Wichmann Billung dem Älteren, gestorben 944. Er war Vasall Otto’s des Großen und ließ im Ort eine Burg erbauen.

Eine zweite Befestigung wurde auf dem linken Ilmenauufer errichtet, dessen Burgkapelle wahrscheinlich den Ursprung der alten Wehrkirche bildet.

Als Wichmann der Jüngere zum Reichsfeind erklärt wurde, gingen seine Wichmannsburger Besitzungen an das Kloster Kemnade, später an das Kloster Corvey und dann an das Kloster Medingen.
Vor dem zweiten Weltkrieg war Wichmannsburg ein kleines und beschauliches Dorf.

1966 wurde das bis dahin eigenständige Wichmannsburg Teilgemeinde der Samtgemeinde Bienenbüttel.

Menschliches Leben ist in diesem Gebiet allerdings schon früher nachweisbar. Stumme Zeugen hierfür sind die Hügelgräber aus der Bronzezeit am nordöstlichen Rand Wichmannsburgs auf halber Strecke nach Hohnstorf.

1628 gab es in Wichmannsburg 1 Vollhof und 9 Katen. 1940 gab es neben einem Baugeschäft, einem Dampfsägewerk und einem Kolonialwarenhändler noch elf bäuerliche Betriebe. Heute sind neben der Brennerei und einem Tabakwarenvertrieb nur noch fünf bäuerliche Nebenerwerbsbetriebe, sowie eine Schafzucht vorhanden.
Von den ca. 330 ha Fläche dienen ca. 260 ha der Land- und Forstwirtschaft, die jedoch heute hauptsächlich von Landwirten der umliegenden Dörfer bewirtschaftet werden.

Die Schaffung von Neubaugebieten hat zu einer kräftigen Erhöhung der Einwohnerzahl geführt.

Bereits seit ca. 1000 Jahren gehören die Ortsteile Bargdorf, Edendorf mit Solchstorf, Hohnstorf und seit 1978 Teile Bienenbüttels zum Wichmannsburger Kirchspiel. Zentrum ist die alte Feldsteinkirche in der Ortsmitte. Im Kern ist diese Kirche ein einschiffiger Bau mit Rundbogenfenstern. Das Kirchenschiff wurde später um einen Chor verlängert und um 1770 westlich um einen Fachwerkturm erweitert. Kernstück der Kirche ist der um 1520 aus Medingen stammende kunstvolle Schnitzaltar, der Wichmannsburg weit über die Grenzen Bienenbüttels bekannt gemacht hat.

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1823 140
1848 153
1880 145
1932 151
1949/50 351/161
2004 473
2021 403

Wulfstorf

Die ersten Zeugen der menschlichen Kultur sind für Wulfstorf die beiden bronzezeitlichen Gräberfelder, einmal am Hang des Peperberges im Norden, zum anderen am West-Hang des Bodderberges im Osten. Aus dieser Lage an der Hangneigung in Richtung des Dorfes ist davon aus zugehen, dass der Siedlungsplatz der hier Begrabenen mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Nähe des heutigen Ortskerns zu suchen ist. Ein kulturelles Zeugnis der Vor-Christlichen Zeit ist auch der „Weiße Stein“ in der Witfrau, etwa 1 km westlich, kurz vor dem Elbe-Seiten Kanal.

Die früheste Erwähnung des Dorfes findet sich in dem Besitz-Register des Klosters Corcey unter den Namen „Wulfheristhorpe“ an erster Stelle in dem § 151 aus dem Jahr 822. Hierbei handelt es sich um Hohen Wulfstorf, etwa 2 km nördlich des jetzigen „Nieder Wulfstorf“ gelegen, das schon im 14ten Jahrhundert wüst geworden ist.

Die erste Wulfstorf betreffende Urkunde ist aus dem Jahre 1310. Sie belegt den Besitz eines Hofes in Hohen Wulfstorf bei dem Kloster St. Michaelis in Lüneburg. Insgesamt sind dort 3 Höfe nachzuweisen.
Das jetzige Nieder Wulfstorf ist um 1150 als Rundling mit 6 Höfen und slawisch – wendischer Bevölkerung gegründet, es war kirchlich bis in das 15te Jahrhundert in Vastorf eingemeindet.

Somit besteht Wulfstorf aus 2 Dörfern, dazu gehören noch weitere Flächen von den wüsten Dörfern Köstorf und Ubeke. Die gesamte Feldmark hat eine Größe von 721 ha. Bereits seit 1342 war das Geschlecht „von dem Berge“ von den Landesherrn mit dem Dorf belehnt worden, nach dem Tode des letzten männlichen Angehörigen im Jahre 1623 fiel dies Lehn als „erledigt“ an den Herzog zurück.

Das für die Verwaltung zuständige Amt war bis 1741 das Amt Garze, dass danach zu dem Amt Bleckede gelegt wurde. 1794 war es das Amt Lüne, das 1885 in den Landkreis Lüneburg überging. Im Zuge der letzten Gebietsreform, 1972, hatte sich die damalige Gemeindeversammlung einstimmig für die Eingliederung in die Gemeinde Bienenbüttel entschieden.

Im Jahre 1840 wurden noch fast 500 ha Heide ausgewiesen, die jetzt aber ganz verschwunden ist, dafür beträgt der Waldanteil 2/3 der Gesamtfläche.

Die größte Veränderung in dem Landschaftsbild brachte der im Jahre 1976 fertig gestellte Elbe-Seiten Kanal, der mit einer Länge von 3740m und 625000 cbm Wasser, sowie einer Anlegestelle zu einen Anziehungspunkt für unzählige Wanderer und Urlauber geworden ist. Eine aus dem Jahre 1844 bestehende Schmiede stellte ihren Betrieb 1960 ein. Eine Pension mit Kaffeegarten, die schon vor dem 1. Weltkrieg bestand, wurde 2001 infolge eines fehlenden Nachfolgers aufgegeben. Von den in den Jahren 1633 – 1935 bestehenden Höfen mit einer Größe von fast 225 – 250 ha wird noch einer bewirtschaftet. Ein weiterer, kleinerer, Hof, bessert sein Einkommen durch Erbringung von Dienstleistungen für Dritte auf.

Somit finden nur noch 3 Einwohner Arbeit und Auskommen im Ort.
Die Einwohner, ob alt oder jung, pflegen eine nur noch sehr selten anzutreffende Dorfgemeinschaft.

Die Schriftenreihe "Spuren 5" befaßt sich mit dem Thema "Wulfstorf". Das Buch ist zum Preis von 14,90 € im Rathaus und der Buchhandlung Patz erhältlich.

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1823 52
1848 70
1880 78
1932 50
1949/50 156/98
2004 84
2021 86