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„Warum dauert das so lange?“ - Interview mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr über die B 4-Sanierung

 

Baustelle B 4

Witterungsbedingte Verzögerungen auf der B 4-Baustelle konnten durch erhöhten Maschinen- und Personaleinsatz ausgeglichen werden, so die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Foto: privat

Bienenbüttel. Im Zusammenhang mit der Sanierung der Bundesstraße 4 (B 4) erreichen die Bienenbütteler Gemeindeverwaltung immer wieder Fragen von Bürgerinnen und Bürgern – Fragen, die sich mitunter auch die Mitarbeiter stellen. Die Gemeinde hat daher die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg, als Bauherrin darum gebeten haben, die häufigsten dieser Fragen zu beantworten.

„Warum dauert das so lange?“ Fragen wie diese werden den Gemeindemitarbeitern gestellt – entweder direkt am Telefon, auf dem Schützenfest und auf dem Wochenmarkt oder indirekt in Kommentaren auf Facebook und Instagram oder in Whatsapp-Gruppen. Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke weist darauf hin: „Wer fragt, dem wird geholfen. Allerdings sollte die Frage dafür an die zuständige Stelle gerichtet werden – und dies ist nicht immer unbedingt eine Facebook-Gruppe.“

Warum wird auf der B 4-Baustelle nicht in mehreren Schichten gearbeitet? Was spricht dagegen, rund um die Uhr oder zumindest zwölf bis 18 Stunden am Stück zu bauen?

Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: Bei der geplanten Bauzeit wurde für bestimmte Arbeiten ein Zweischichtbetrieb unter Ausnutzung des Tageslichts unterstellt. Ein Zweischichtbetrieb ist nur für bestimmte Arbeiten umsetzbar, da zum Beispiel nach dem Einbau einer Asphaltschicht diese zunächst abkühlen muss, bevor die nächste Schicht aufgetragen werden kann. Hinzu kommt, dass zum Beispiel der Asphalteinbau, das Verdichten von Bodenmaterial und das Aufbringen der Fahrbahnmarkierung stark witterungsabhängig ist. Bei schlechter Witterung können weniger witterungsabhängige Arbeiten zwar im begrenzten Umfang vorgezogen werden, jedoch nicht in dem erforderlichen Maße, dass ein Zweischichtbetrieb eingerichtet werden kann.
Derzeit arbeitet die Baufirma unter voller Auslastung von Personal und Gerät.

Warum dauert die Baumaßnahme so lange?

Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: Die Baumaßnahme befindet sich derzeit in dem dafür vorgesehenen Bauzeitenplan. Der Umfang der Arbeiten macht die entsprechende Bauzeit erforderlich, denn der Radweg entlang der Baustrecke der B 4-Strecke wird im Zuge der Maßnahme mit erneuert. Zudem werden im Zuge dessen der Knotenpunkt Einmündung Bienenbüttel den gültigen Regelwerken entsprechend angepasst und umgebaut, eine Linksabbiegespur zum Forellenhof Püchert umgesetzt und eine Querungshilfe mit neuem Gehweg an der Kreisstraße 36 errichtet. Der bereits mittels Fahrbahnmarkierung und Leitpfosten abgetrennte Mehrzweckstreifen wird zurückgebaut und die Fahrbahn von jetzt über elf Metern Breite auf ca. 8,70 Meter reduziert.

Warum ist teilweise tagelang keine Bautätigkeit zu verzeichnen?

Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: Im Allgemeinen kam es durch die anhaltend schlechte Witterung der letzten Wochen zu Verzögerungen, da Arbeiten nicht ausgeführt werden konnten. Die Verzögerungen konnten jedoch bisher durch erhöhten Maschinen- und Personaleinsatz auf der B 4-Baustelle ausgeglichen werden, sodass die Baumaßnahme insgesamt im Zeitplan liegt.

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