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Rattenplage: „Bitte die Enten nicht füttern“-Schilder am Mühlenteich aufgehängt

Ratte am Mühlenteich

Bei der Gemeinde Bienenbüttel haben sich inzwischen mehrere Bürger gemeldet, die von Ratten berichten, die sich gern am Mühlenteich aufhalten, da sie dort genug Futter finden. Foto: Gemeinde Bienenbüttel

Bienenbüttel. Es ist gut gemeint und kommt bei den Tieren vermeintlich auch gut an. Gerade jetzt, wenn die Enten auf dem Bienenbütteler Mühlenteich mit ihren Küken unterwegs sind, freuen sich nicht nur Kinder darüber, wenn sich vor allem die Jungtiere mit etwas Brot anlocken lassen. In Wahrheit jedoch sind die Tiere nicht auf das zusätzliche Füttern durch Menschen angewiesen – im Gegenteil, es schadet ihnen sogar. Hinzu kommt, dass sich inzwischen mehrere Bürger bei der Gemeinde Bienenbüttel gemeldet haben, die von einer Rattenplage am Mühlenteich sprechen. Die Gemeindeverwaltung hat daher nun Schilder mit dem Hinweis „Rattenplage! Bitte die Enten nicht füttern.“ aufgehängt.

Die Wasservögel mit Brot zu füttern, ist falsch verstandene Tierliebe, erläutert die Verwaltung. Gebäck wie Brot bläht den Wasservögeln den Magen auf, sie können es nicht richtig verdauen. Außerdem sind in Gebäck oft Salz, Zucker oder Gewürze enthalten, die für die Tiere ähnlich schädlich sind wie für Menschen Fast Food. Regelmäßiger Brotkonsum kann bei Enten sogar zu Mangelerscheinungen und Krankheiten führen.

Nicht zu vernachlässigen ist der Punkt, dass die Enten durch die Fütterung die Scheu vor Menschen verlieren, was für sie zu tödlichen Unfällen im Straßenverkehr führen kann.

Leidtragende sind aber nicht nur die Enten: Wie am Mühlenteich wird den Tieren außerdem oftmals zu viel Brot hingeschmissen, das die Enten gar nicht alles fressen können. Ins Wasser geschmissen, verfault es und sinkt an den Grund. Die Folge: Das Wasser kippt, es wachsen Algen, Fische und andere Wassertiere bekommen nicht mehr genug Sauerstoff und ersticken

Wenn das Brot an Land liegt, gibt es auch keine Garantie dafür, dass es von den Enten und ihren niedlichen Küken gefressen werden kann. Bei der Gemeinde Bienenbüttel haben sich inzwischen mehrere Bürger gemeldet, die von Ratten berichten, die sich gern am Mühlenteich aufhalten, da sie dort genug Futter finden, das eigentlich für die Enten gedacht war.

 

Essensreste am Mühlenteich

Gut gemeint, aber nicht gut für die Tiere: Essensreste am Mühlenteich. Foto: privat

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