Steddorf

Der Ortsteil Steddorf liegt südlich von Bienenbüttel – nur getrennt durch die B 4 – an der nach Ebstorf führenden K 14.

Die Gemarkung Steddorf besteht vorwiegend aus Sandböden, die von zwei Bächen durchzogen werden (Bienenbütteler Mühlenbach, Krumbach). Es gibt eine höhere Erhebung, den bei Kindern im Winter als Rodelgelegenheit sehr beliebten Hohen Berg (50,8 m hoch).

Steddorf unterscheidet sich von den anderen Ortsteilen dadurch, dass der Ort aus zwei von einander getrennten Teilen besteht: Neu-Steddorf mit den in den letzten Jahren entstandenen Neubaugebieten und dem alten Steddorf.

Ab ca. 1900 entstanden die ersten Häuser in Neu-Steddorf. Hier ließen sich Handwerker, Beamte und Kaufleute nieder. Das Bauerndorf Steddorf bekam somit einen Ortsteil, der eine ganz andere soziale Struktur hatte.

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es in Steddorf noch sieben bäuerliche Vollerwerbsbetriebe. Diese Zahl ist auf zwei Vollerwerbs- und einem Nebenerwerbsbetrieb zurückgegangen. Dazu gibt es einen Gartenbaubetrieb, der Biogemüse anpflanzt. Ab 1970 erweiterte sich Steddorf nach und nach durch Neubaugebiete, so dass sich die Bevölkerungszahl verdreifachte.

Leider löste sich 1972 die Steddorfer Feuerwehr auf, auch stellte die örtliche Gaststätte ihren Betrieb ein, so dass das dörfliche Zusammenleben nur noch eingeschränkt möglich war. Trotzdem versuchte man durch gemeinsame Aktivitäten, wie Osterfeuer, Scheunenfest und das legendäre Fußballspiel Alt-Steddorf gegen Neu-Steddorf ein Mindestmaß an dörflicher Gemeinschaft aufrecht zu erhalten.

Einen erheblichen Aufschwung nahm das Dorfleben durch die Gründung des Dorfgemeinschaftsvereines im Jahre 2001. Der Verein schaffte es, unterstützt durch Rat und Verwaltung der Gemeinde, in Eigenarbeit ein Dorfgemeinschaftshaus zu bauen, das im Februar 2003 eingeweiht werden konnte. Dieser Treffpunkt ermöglicht wieder eine aktive Dorfgemeinschaft.

Durch seine relative Nähe zu Bienenbüttel ist Steddorf bei Neubürgern sehr beliebt. Dadurch hat sich Steddorf zum größten Ortsteil entwickelt.

Einwohnerzahlentwicklung

1823 64
1848 91
1880 78
1932 231
1949/50 433/206
2004 789