Hohnstorf

Hohnstorf ist ein geschlossenes Haufendorf in freiem, leicht gewelltem Gelände. Begrenzt wird die Hohnstorfer Gemarkung zum Osten hin durch einen Grünland- und Moorgürtel entlang des Hönkenbaches. Zum Süden hin geht die Gemarkung teilweise bis an die Ilmenau.

Im Westen begrenzt der Vierenbach und im Norden ein größerer Waldstreifen die mit kleineren Waldflächen unterbrochene, sonst offene Gemarkung. Mit dem Bau des Elbeseitenkanals wurde die Ackerfläche durch diesen durchschnitten.

Die frühere Straßenlage hatte eine Hufeisenform. Diese Gegend war bereits früh besiedelt. Dieses bezeugen die bronzezeitlichen Hügelgräber in der näheren Umgebung, die leider in früheren Jahren geplündert wurden. Bekannt sind zwei Gräber auf dem Mützenberg, zwei auf dem Schwarzen Berg und viele weitere.

Alte Flurbezeichnungen geben noch heute Hinweise auf die Vorfahren und deren Bräuche. So soll auf dem „Honsberg“, heute noch „Hoher Berg“ genannt, jener Hone begraben sein, der Hohnstorf seinen Namen gegeben haben soll. Zwei Opferstätten sollen um Hohnstorf gelegen haben, der „Kronsberg“, und der „Hingsthop“.

Die Flurbezeichnung Vierenberg und Veddel, früher auch Virlo oder Verle, weisen auf ein wüst gewordenes Dorf in der heutigen Gemarkung hin.

Grundherr war 1241 der Bischof Luder von Verden. Bischof Luder stiftete diesen Zehnten dem Kloster Ebstorf (UB Verden – A. Mindermann Urk. 369).
Um 1300 war das Dorf zum größten Teil in der Hand der Grafen von Schwerin. (Nach Sudendorf I Urk. 540)
1540 im Lüner Schatzregister sind 10 Höfe mit ihren Abgaben genannt.

1666 gibt es im Medinger Erbregister noch zwölf Höfe und eine Hirtenkote, davon

  • 9 beim Amt Lüne
  • 
2 beim Amt Medingen

  • 1 beim Herzogtum Verden.

Im Zuge der Verkopplung entstanden um 1841 noch zwei Anbauer- und drei Abbauerstellen zu denen 1875 noch eine vierte hinzu kam. Somit hatte das Dorf zu der Zeit neun Halbhöfe, drei größere Kotstellen, drei An- und Abbauerstellen und ein Schulhaus. Die Feldmark betrug 879 Hektar. 1972 wurden 14 Höfe bewirtschaftet, 2004 sind es noch sechs. Heute beträgt die landwirtschaftlich genutzte Fläche zirka 500 Hektar, die von vier Höfen bewirtschaftet wird.

Die ehemaligen Gewerbebetriebe, wie Stellmacherei, Schusterei, Fahrradreparaturwerkstatt, Schneiderei, Gastwirtschaft und Gemischtwarenhandel sind nicht mehr vorhanden.

Heute ist das ehemalige Gast- und Pensionshaus ein Senioren-, Wohn- und Pflegeheim.