Hohenbostel

Hohenbostel liegt im nördlichen Teil der Gemeinde Bienenbüttel, ca. 1 km vom Hauptort entfernt. Die Gemarkung umfasst ca. 1000 Hektar, begrenzt im Süden vom Landschaftsschutzgebiet Ilmenauniederung und im Norden von Grundmoränenhochflächen. Im Südwesten schneidet die Bahnstrecke Hannover-Hamburg in die Gemarkung ein.

Es führt lediglich eine Straße aus Bienenbüttel in den Ort hinein, Durchgangsverkehr gibt es nicht.

Hohenbostel wurde erstmals urkundlich 1324 als Wendisch Borstelle erwähnt. Es bleibt bis 1822 als reines Rundlingsdorf erhalten. Im 19. und 20. Jahrhundert löst sich diese strenge Dorfform mehr und mehr auf, ist aber auch heute noch erkennbar.
Mehrere Hügelgräber und einzelne Bodenfunde weisen darauf hin, dass es lange vor der Entstehung des Dorfes hier menschliches Leben gab.

Hohenbostel kommt früh unter die Grundherrschaft des Klosters Michaelis Lüneburg, bleibt aber wohl von Anfang an zehntfrei; die Bauern hatten also nur Grundabgaben zu leisten. Dies blieb bis zur Aufhebung der Grundherrschaft im 19. Jahrhundert so.
Nach dem 2. Weltkrieg entstand in Hohenbostel ein Pflege- und Altenheim. In den 90er Jahren wurde der Ort durch große Neubausiedlungen erweitert.

Ein Hofgebäude in Hohenbostel - der Hof Dorfstr. 16 – wurde 1984 als eines der ältesten Bauernhäuser Niedersachsens in das Verzeichnis der Kulturdenkmale – Baudenkmale aufgenommen. Der Baubeginn der ältesten Teile des Hauses lag um 1558. Das Haus wurde 1817 völlig umgebaut und auch später mehrfach verändert, so dass von außen von der ursprünglichen Bausubstanz kaum noch etwas erkennbar ist.

1986 wurde Hohenbostel in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen. Unter aktiver Beteiligung der Einwohner wurden in einem Arbeitskreis Pläne entwickelt, vom Gemeinderat Bienenbüttel genehmigt und mit erheblicher öffentlicher Förderung realisiert.

Ein neu erbautes Feuerwehrgerätehaus und ein Gedenkstein erinnern daran.

Einwohnerzahlentwicklung

1823 122
1848 107
1880 162
1932 188
1953 330/179
2004 798