Haus Hoheneck - Psychiatrische Wohn- u. Pflegeheime

Haus Hoheneck in Bienenbüttel OT Hohenbostel wurde 1964 als Altersheim gegründet und behielt in den ersten Jahren diesen Charakter bei.

Im Zug der Psychiatriereform am Anfang der 70iger Jahre begannen sich die großen Landeskrankenhäuser zu verkleinern und insbesondere ihre Langzeitstationen abzubauen.

In diesem Zusammenhang begann Haus Hoheneck zunehmend jüngere psychisch kranke Menschen aufzunehmen, so dass sich der Charakter des Heimes allmählich veränderte, bis sich die Einrichtung schließlich zu einem psychiatrischen Wohnheim entwickelte.

Haus Hoheneck bietet 50 BewohnerInnen einen Wohnplatz im Bereich der Eingliederungshilfe und 10 BewohnerInnen einen Platz im Pflegeheim. Im Rahmen der gemeindepsychiatrischen Orientierung und in Zusammenarbeit mit dem Sozialpsychiatrischen Verbund des Landkreises Uelzen entstand 1999 eine Außenwohngruppe in Uelzen.

Wurden in der Vergangenheit Bewohner aus entfernten Regionen aufgenommen, nimmt Haus Hoheneck heute im Rahmen der gemeindenahen Psychiatrie vornehmlich Menschen aus dem Landkreis Uelzen, dem Landkreis Lüneburg, dem Landkreis Lüchow-Dannenberg, dem Niedersächsischen Landeskrankenhaus Lüneburg und der Psychiatrischen Klinik Häcklingen auf und gewährleistet damit die psychiatrische Versorgung dieser Region im Wohnheimbereich.

Seit den 80iger Jahren wurde das Angebot für die Bewohner um beschäftigungs- und arbeitstherapeutische Maßnahmen erweitert. Im " Haus Hoheneck" wird Arbeit und Beschäftigung groß geschrieben: Ob im Rahmen der Beschäftigungs -und Arbeitstherapie, in der WfB Uelzen oder in den handwerklichen Betrieben der Einrichtung. Vielfältige Angebote sollen dem eigenen Leistungsstand entsprechende Anregungen geben, gegebenenfalls auf die Übernahme in eine berufliche Rehabilitation außerhalb des Hauses vorbereiten.
Wir streben ein individuell ausgewogenes Verhältnis von Anspannung und Entspannung, von Arbeit und Freizeit an.

Wie wohnt man in Hohenbostel?

Die Einrichtung gliedert sich in mehrere überschaubare Häuser.
Die BewohnerInnen leben nur noch auf besonderen Wunsch in Doppelzimmern.
Um dem Wunsch nach mehr Privatsphäre nachzukommen, wurden Anfang 2002 zwei neue Häuser für die BewohnerInnen zur Verfügung gestellt. In den Häusern leben die BewohnerInnen in 4 Wohngruppen mit jeweils 5 Personen. Hier findet unter soziotherapeutischer Anleitung eine selbständige Lebensführung statt. Im August 2005 wurde ein weiteres Haus für eine Wohngruppe fertiggestellt.
Wir arbeiten nach dem Bezugspersonensystem und orientieren uns an den "Personenzentrierten Hilfen" und der Bezugspflege.
Unser Ziel ist es, allen BewohnerInnen, trotz ihrer Behinderung im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.