Beverbeck

Beverbeck mit Grünewald liegt ca. 5 km von Bienenbüttel in einer Grundmoränenlandschaft. Die unterschiedlichen Böden (Sand, Klei, Moor) sind ackerbaulich gut zu nutzen. Einige Flächen liegen in dem seit 1976 bestehenden Naturschutzgebiet „Schierbruch und Forellenbachtal“ (ca. 250 ha). Es erstreckt sich von der Quelle des Eitzer Baches in Badenhagen über Eitzen, Beverbeck und Grünhagen bis zur Mündung in die Ilmenau.

Eingebettet in einem Tal, am Rande einer Moorlandschaft, östlich der L 233 liegt heute Beverbeck. Bis zum 30-jährigen Krieg standen die Häuser weiter westlich in der Nähe der L 233 auf dem Radberg und wurden in Kriegszeiten mehrfach ausgeplündert. Im Jahre 1631 wurde der Ort schwer heimgesucht. Die Beverbecker zogen sich ins Moor zurück.

Obwohl Beverbeck auf den ersten Blick keineswegs den Eindruck macht, auf moorigem Untergrund in einer Senke zu liegen, so geben die alten Flurbezeichnungen Stein-Moor, Witt-Moor und Spreng-Moor deutliche Hinweise. Auch gibt es den Moorteich, der sich durch den Abbau von Torf bildete.

Beverbeck wird als dem Stift Corvey – später Kloster St. Michaelis Lüneburg – zugehörig 804 erstmals unter Beverbeci und Tellmeri erwähnt und ist somit eins der ältesten Dörfer.

Die Gesamtfläche von Beverbeck und Grünewald liegt bei 650 ha. Davon sind ca. 64 % landwirtschaftliche Nutzfläche und ca. 36 % Wald, Unland und Wasser. 1840 gab es in Beverbeck 3 Vollhöfner und 2 Halbhöfner.

Vor 1970 bewirtschafteten neun Betriebe die Fläche. Von den drei in Beverbeck und Grünewald verbliebenen Betrieben wirtschaften zwei konventionell, während der dritte ökologischen Landbau betreibt. Angebaut werden vorwiegend Getreide, Kartoffeln, Zuckerrüben und Raps.

Es gab in Beverbeck eine Grundschule, die auch von Eitzer Kindern besucht wurde, eine Post, eine Gärtnerei, ein Baugeschäft und ein Lebensmittelgeschäft.

Um die Jahrhundertwende kam in Beverbeck ein reges Vereinsleben auf. 1895 wurde ein Volksverein gegründet, der die christliche und patriotische Gesinnung unterstützte. Die Pflege mehrstimmigen Gesanges, Vaterlandsliebe und gemütlichen Beisammenseins wurden in § 1 der Satzung betont, die der im Januar 1899 gegründete Gesangverein sich gab. „Zukunft“ nannte sich der am 8. Juni 1908 gegründete Verschönerungsverein zur Förderung der Naturschönheiten, alter Sitten und Gebräuche. Am 28. März 1909 wurde ein Ziegenzuchtverein ins Leben gerufen. Zuchtziel war die „acclimatisierte Saamenziege“. Und am 25. April wurde die Ziegenversicherung gegründet.

1895 wurde die Feuerwehr gegründet. Der Sportplatz in Grünewald, der auch der Feuerwehr als Übungsplatz dient, sowie das neue Feuerwehrgerätehaus (erbaut 2001) wurden zum größten Teil in Eigenleistung erstellt. Eine weitere Möglichkeit zur Aufwertung des Ortsbildes besteht durch die zur Zeit laufende Dorferneuerung.

Weiter gibt es einen Dartverein, einen Sparklub, ein Kindertheater, aber auch einen Partyservice und einen Biobäcker. In der örtlichen Gastwirtschaft spielt sich nicht nur ein Teil des dörflichen Lebens ab, es werden auch Fremdenzimmer vermietet. Das ehemalige Schulgebäude wird jetzt als Kinderheim benutzt. Hier werden ca. 10 bis 15 Kinder pädagogisch betreut.

Ein echtes Beverbecker Kind ist die bekannte Heimatdichterin Mia Meyer (1894 – 1962). Beverbeck und Grünewald gehören zur Kirchengemeinde Bienenbüttel.

Einwohnerzahlentwicklung

1823 69
1848 117
1880 164
1932 160
1949/50 309/108
2004 177