Bargdorf

Dieser Ortsteil liegt südwestlich von Bienenbüttel westlich der Bundesstrasse 4 und ist durch zwei Zufahrtsstraßen zu erreichen. Das kleine Haufendorf liegt in einer Niederung zwischen Klaepenberg und Butterberg östlich des Mühlenbaches.

Die Gesamtfläche von 635 ha wird von vier landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben bewirtschaftet. Zwei dieser Landwirte betreiben Milchwirtschaft.

Zu Bargdorf gehören zwei große, südwestlich bzw. südöstlich gelegene Wochenendhausgebiete.

Die ältesten Fachwerkhäuser Bargdorfs stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit gut erhaltenen Spruchbalken über den Eingangstoren. Ältestes Zeugnis „vor Ort“ ist ein kleiner Balken im Fachwerkhaus "Zu den Querwiesen 5" mit der Inschrift: Diderich Meyer Anno 1697

1991 feierte Bargdorf 700 Jahre erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Aus diesem Anlass erschien eine kleine Schrift „Spurensuche“. Ein großer Findling in Dorfmitte mit der Inschrift Berchdorpe 1291 – 1991 Bargdorf erinnert daran.

Doch inzwischen wurde eine Urkunde entdeckt, aus der hervorgeht, dass Bargdorf bereits 1252, also 49 Jahre früher erstmals erwähnt wurde. Zu der weiteren Entwicklung des Ortes in den folgenden Jahrhunderten gibt es viele verschiedene Akten und Urkunden.
Seit Beginn gehört Bargdorf zum Kirchspiel Wichmannsburg.

1829 wurde die „Allmende“ – der gemeinsame Grundbesitz der Einwohner durch einen Vertrag (Recess) in Privateigentum überführt. 1856 wurden die grundherrschaftlichen Lasten durch Recess abgelöst. Die Bauern mussten den 25 - fachen Satz der jährlichen Abgaben an die Grundherrn – in Bargdorf das Kloster St. Michaelis Lüneburg (7 Höfe) und die Kirchengemeinden Wichmannsburg und Natendorf (je 1 Hof) - zahlen.

Verschiedene archäologische Funde – zwei inzwischen zerstörte Großsteingräber, steinzeitliche und bronzezeitliche Werkzeuge und frühmittelalterliche Scherben weisen darauf hin, dass im Bargdorfer Raum lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung Menschen gelebt haben.

Direkt jenseits der südlichen Gemarkungsgrenze liegt das bronzezeitliche Hügelgräberfeld von Addenstorf.
1905 gründeten die Bargdorfer ihre „Freiwillige Feuerwehr“. 1966 wird Bargdorf Teilgemeinde der Samtgemeinde Bienenbüttel, 1972 wird das Dorf ein Ortsteil der neu geschaffenen Einheitsgemeinde Bienenbüttel.

Einwohnerzahlentwicklung

1823 105
1848 121
1880 101
1932 96
1949/50 212/95
2004 288